„Unser Dorf hat Zukunft“ – Wettbewerb auf Kreisebene startet im Frühjahr 2022

Der 38. Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnte in Lippe aufgrund der Pandemie nicht im Jahr 2020 durchgeführt werden. Viele Dörfer hatten sich gerüstet und waren zu den verschiedenen Veranstaltungen des Kreises Lippe in Vorbereitung auf den Wettbewerb erschienen. Doch musste der Wettbewerb durch die Vorgaben des Landes NRW und der damit verbundenen Beschränkungen bis heute verschoben werden.

Die Landwirtschaftskammer NRW, als ausrichtende Stelle des Wettbewerbs, hat nun mit dem zuständigen Ministerium entschieden, dass der Wettbewerb auf Kreisebene bis in das Frühjahr 2022 verschoben werden kann. Die Siegerdörfer auf Kreisebene können dann an dem im September stattfindenden Landeswettbewerb teilnehmen.

Die Auftaktveranstaltung des Kreiswettbewerbs ist für Ende März und die Bereisung Anfang Juni 2022 geplant. Die Städte und Gemeinden sowie die Dörfer werden über die genauen Termine frühzeitig informiert. Rückfragen werden gerne unter 05231/62-6191 oder t.cleve@kreis-lippe beantwortet.

Stärkung unserer Heimat

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Landesförderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ zur Stärkung unserer vielfältigen Heimat auf den Weg gebracht.

Die Landesregierung fördert damit Initiativen und Projekte, die regionale und lokale Identität und Gemeinschaft stärken. Hierzu können Kommunen einen „Heimat-Preis“ ausloben, für den das Land Kreisen 10.000 Euro zur Verfügung stellt. Die Sieger des „Heimat-Preises“ auf kommunaler Ebene stellen sich anschließend dem Wettbewerb auf Landesebene.

Mit Kreistagsbeschluss wird der Kreis Lippe den Heimat-Preis bis einschließlich 2022 ausloben. Anregungen für 2021 können ab Januar eingereicht werden, das Antragsformular finden Sie hier:

Heimatpreis_2021

Kontakt

K. Schröder
Ehrenamtsbüro
Felix-Fechenbach-Straße 5
32756 Detmold
05231-625001
k.schroeder@kreis-lippe.de

Auszeichnung für Smart Country Side: 3. Platz beim Ideenwettbewerb für Kommunen der NRW.Bank

BUZ: Landrat Dr. Axel Lehmann (rechts) und Ann-Kathrin Habighorst (Projektleitung Smart Country Side) freuen sich über den dritten Platz für das Projekt Smart Country Side Ideenwettbewerb der NRW.Bank. Foto: Kreis Lippe

Zum sechsten Mal prämierte die NRW.BANK kommunale Projektideen aus Nordrhein-Westfalen, die spürbar die Service- und Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort verbessern und die Nachhaltigkeit stärken. In diesem Jahr gehört der Kreis Lippe zu den Preisträgern. Er belegt im Themenfeld „Digitalisierung mit Smart Country Side (SCS)“ den 3. Platz, der mit 10.000 Euro dotiert ist.

„Ich freue mich über diese Auszeichnung, denn sie untermauert nochmal die gute Zusammenarbeit zwischen Hauptamt und Ehrenamt und zeigt, dass gemeinsam viel für die Zukunft unserer Dörfer erreicht werden kann. Dies ist ebenso eine Auszeichnung und Wertschätzung der Arbeit der Ehrenamtlichen“, berichtet Landrat Dr. Axel Lehmann. Im nächsten Jahr soll die Maßnahme auf weitere Kommunen ausgeweitet werden. „Die Coronakrise hat uns gezeigt, dass eine Vernetzung mit Hilfe der Digitalisierung ganz klar an Bedeutung gewinnt, wenn der persönliche Austausch stark zurückgefahren werden muss,“ so Lehmann.

Das vom Kreis Lippe initiierte Projekt SCS fördert die bereits vorhandenen Erfahrungen der Bürger, stärkt ihre digitale Kompetenz und begleitet sie bei der Erprobung digitaler Lösungsansätze. Mit Hilfe der Bürgerkommunikationsplattform „DorfFunk“ ist es gemeinsam mit den Bürgen gelungen, das Leben und die Geschichten aus den einzelnen Gemeinden und Dörfern darzustellen und Hemmschwellen und Ängste vor der Digitalisierung abzubauen.

So hat SCS gezeigt, dass sich die Menschen lokal im Dorf vernetzen und die breiten Facetten des Dorflebens aufzeigen möchten, zum Beispiel in Form des dörflichen Zusammenhalts und einer besonders großen Engagementkultur. Die Bürgerinnen und Bürger wissen um den digitalen Wandel und wollen diesen für sich nutzen.

Um die Maßnahme „Smart Country Side“ weiterzuentwickeln ist es unabdingbar, neue Themen wie Jugendarbeit mitzudenken und das Thema Ehrenamtsvermittlung stärker zu fokussieren. „Dafür wollen wir im neuen Jahr gemeinsam mit den Bürgern neue Nutzergruppen gewinnen und den erfolgreichen partizipativen Bürgerdialog fortführen,“ berichtet Ann-Kathrin Habighorst vom Kreis Lippe. Geplant ist, mittels innovativer Beteiligungsformate vor allem Jugendliche im Kreis Lippe anzusprechen, um sie für Smart Country Side und das Engagement für die eigenen Dörfer zu begeistern. „Wir wollen damit aufzeigen, wie wichtig es ist, sich für seine Region einzusetzen und das sich der Mehrwert für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft lohnt,“ ergänzt Ann-Kathrin Habighorst.

 

 

 

Stellenausschreibung LEADER Regionalmanager (in)

Die LEADER Region Nordlippe besteht aus der Stadt Barntrup und den Gemeinden Extertal, Dörentrup und Kalletal im lippischen Bergland. Die Region hat eine Größe von 314 km² und zählt über 40.000 Einwohner. Die Region ist ausgewählte LEADER Region in Nordrhein Westfalen. Für die aktuell noch bis zum Jahr 2023 laufende EU-Förderperiode sucht die LAG Nordlippe e. V. zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen/eine

 

Regionalmanager(in) / Geschäftsführer(in) (m/w/d)

 

 

Das Aufgabengebiet der/des zukünftigen Stelleninhaberin/Stelleninhabers wird insbesondere folgende Aufgaben umfassen:

 

  • Eigenverantwortliche Führung und Verwaltung des Regionalmanagements
  • Geschäftsführung der LAG Nordlippe e. V.
  • Unterstützung und Beratung der Lokalen Aktionsgruppe
  • Koordination und Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie Nordlippe 2014-2020
  • Vorbereitungen zur Neubewerbung als LEADER Region in der neuen EU-Förderperiode
  • Beratung und Unterstützung von Projektträgern bei der Entwicklung, Beantragung und maßgebliche Umsetzung von Projekten, einschließlich Mittelabruf
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit inkl. Initiierung, Planung, Betreuung und Durchführung von verschiedenen Beteiligungsangeboten
  • Vernetzung und fachlicher Austausch mit relevanten Akteuren, anderen LEADER-Regionen sowie Fach- und Förderstellen (Bezirksregierung, Land, Bund, EU)
  • Akquisition von Fördermitteln aus unterschiedlichen Bereichen
  • Evaluierung, Monitoring, Controlling und Dokumentation von Projekten und der gesamten Regionalen Entwicklungsstrategie

 

 

Sie verfügen über:

 

  • ein abgeschlossenes (Fach-) Hochschulstudium der Geographie, Raumplanung oder Regionalmanagement oder einen Abschluss einer Verwaltungsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Regionalentwicklung
  • Berufserfahrung in den Bereich Projektentwicklung und –management sowie Fördermittelverfahren
  • Ausgeprägte Sozialkompetenz, kommunikatives Geschick, organisatorische Fähigkeiten
  • Eigenverantwortliches und zielorientiertes Arbeiten
  • Hohe Motivation sowie überdurchschnittliches Engagement und Flexibilität
  • Regionale Vernetzung und gute Kenntnisse der Region (regionale Gegebenheiten und Strukturen)
  • Kompetenz im Umgang mit den aktuellen Themenschwerpunkten der ländlichen Entwicklung
  • Kenntnisse in Verwaltungs-, Vergabe- und Förderrecht
  • Bereitschaft Arbeitszeiten flexibel einzubringen
  • gültige Fahrerlaubnis sowie Bereitschaft, den privaten PKW für dienstliche Zwecke zu nutzen.

 

Gesucht wird eine qualifizierte und dynamische Persönlichkeit, die es versteht, mit organisatorischem Geschick, Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft die zahlreichen Aufgaben wahrzunehmen und darüber hinaus in der Lage ist, motivierend und kooperativ die LEADER Region Nordlippe zum Erfolg zu führen sowie komplexe Vorgänge zu strukturieren und zu steuern.

 

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den vier Bürgermeistern und den Räten der beteiligten Kommunen wird als selbstverständlich vorausgesetzt.

 

Wir bieten

 

 

  • einen bis zum 30.06.2023 laufenden Arbeitsvertrag mit der Möglichkeit auf Verlängerung.

 

  • eine Vergütung im Rahmen der persönlichen Voraussetzungen bis EG 10 TV-L

 

  • einen interessanten und vielschichtigen Arbeitsplatz

 

Bei der zu besetzenden Stelle handelt es sich um eine Vollzeitstelle mit 39,5 Wochenstunden. Bewerbungen von Teilzeitkräften stehen wir aufgeschlossen gegenüber. Sofern der Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung besteht, sollte dies mit dem beabsichtigten Wochenstundenumfang in der Bewerbung vermerkt werden.

 

Wir sind um die berufliche Förderung von Frauen bemüht und möchten deshalb ausdrücklich Frauen ermutigen, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber wer-den bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt eingestellt.

 

Fühlen Sie sich angesprochen? Dann richten Sie Ihre Bewerbung mit aussagefähigen Unter-lagen bis zum 03. November 2020 an die LAG Nordlippe e. V., Energiepark 2, 32694 Dörentrup oder per E-Mail an: info@nordlippe.net

 

Die schriftlich eingegangenen Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens nur zurückgesandt, wenn der Bewerbung ein frankierter und adressierter DIN A4-Briefumschlag beigefügt ist.

MonoCab OWL – On-demand-Verkehre auf dem Land

Nordlippe in Ostwestfalen. Eine ländliche Region, typisch für so viele dünn besiedelte Gebiete in Deutschland: mit viel Ruhe, viel Raum – und viel „Aber“. Aber es gibt kaum ÖPNV! Aber ohne Auto sind wir aufgeschmissen! Aber die Bahn hat die Strecke stillgelegt! Damit das Land nicht den Anschluss verliert, muss es mobil bleiben – für mehr Lebensqualität und mehr Wirtschaft.
Mit diesem Ziel wurden im Rahmen der REGIONALE 2022 von der Technischen Hochschule OWL vier Leitprojekte für vernetzte, autonome Mobilitätsangebote im öffentlichen Schienen- und Straßenverkehr entwickelt. Eines davon, das Projekt AutoBAHN, richtet sich an einen prototypischen autonomen Schienenverkehr von Lemgo über Dörentrup nach Barntrup. Als Projektpartner kam dann der Landeseisenbahn Lippe e.V. hinzu, der 2018 den Deutschen Mobilitätspreis mit einer ungewöhnlichen Idee gewinnen konnte: dem MonoCab.
Das MonoCab ist eine selbstfahrende Kabine auf den Schienen der historischen eingleisigen Eisenbahnstrecke zwischen Lemgo und Extertal. Und nicht nur eine: Denn es wird viele davon geben, die in beiden Richtungen auf einem Gleis fahren – gleichzeitig! Denn MonoCab fährt dank Gyroskoptechnik stereo: als kreiselstabilisierte Einschienenbahn. Das ist nichts Neumodisches, sondern von 1907. Die MonoCabs können wie ein Paternoster im ständigen Umlauf fahren – und wie Taxis für die individuelle Fahrt ins Dorf oder in die Stadt bestellt werden. Einfach per App, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Individuell, automatisiert, on demand, aber mit Fülle – als IPNV, dem individuellen Personennahverkehr. Damit die Menschen auf dem Land mobiler und unabhängiger werden.
Diese Idee hat jetzt neuen Schub bekommen. In einem Verbund vieler Partner, die für die technischen Herausforderungen Lösungen entwickeln: MonoCab OWL! An Bord sind die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Fachhochschule Bielefeld, der Landeseisenbahn Lippe e.V., Fraunhofer Lemgo und der Kreis Lippe – damit die Idee auf die Schiene kommt. MonoCab OWL verbindet automatisiertes Fahren per kreiselstabilisierter Einschienenbahn, eine historische Bahnstrecke, ein ehrenamtliches Unternehmen und ein regionales Netzwerk zu einem Fortbewegungsmittel für die Zukunft auf dem Land: eine öffentliche und dennoch individuelle Bahn. 2022 soll der erste Prototyp Strecke machen und die Machbarkeit des Konzepts beweisen. Willkommen im UrbanLand Ostwestfalen-Lippe.
Den neuen Trailer findet ihr hier
Wagen wir es vorauszudenken!
Idee: Thorsten Försterling, Landeseisenbahn Lippe e.V.
ideo: TwoWest GmbH
weitere Infos unter:

Online Betriebsbefragung zur Agrar- und Ernährungswirtschaft

Sie kommen aus der Landwirtschaft, dem Handel, dem Handwerk oder der Logistik und Ihnen sind regionale Produkte wichtig? Dann nehmen Sie doch bitte an unserer Onlinebefragung teil.

zur Onlineumfrage

Im Rahmen der Erstellung einer Markt- und Potentialstudie zur Agrar- und Ernährungswirtschaft für die Stadt Bielefeld und den Landkreis Lippe führt das CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH (Niederlassung Hannover) im Auftrag der Stadt und des Landkreises eine Online-Betriebsbefragung zu den Warenströmen durch. Insbesondere nach den (produktbezogenen) Bezugsquellen und Abnehmern, dem genauen Standort dieser vor und nachgelagerten Betriebe sowie nach der Menge des jeweiligen Warenaustausches wird gefragt. Die Studie soll dazu dienen, gezielt Maßnahmen zur Förderung einer regionalen Agrar- und Ernährungswirtschaft zu identifizieren und umzusetzen.

Die Teilnahme an der folgenden Befragung ist freiwillig und ohne eine Registrierung möglich. Informationen zur Befragungsmethodik und Nutzung personenbezogener Daten der cima finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und unseren Betroffenenrechten. Mit einem Klick auf den folgenden Umfragelink erklären Sie sich einverstanden mit der Nutzung Ihrer Daten nach Art. 6 Abs. 1 Lit. a der DSGVO und dass Sie die Datenschutzhinweise und Betroffenenrechte gelesen haben.

Schon einmal vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

Bei Rückfragen steht Ihnen Laura Schuster aus dem Klimaschutz-Team des Kreises Lippe gern zur Verfügung:
L.Schuster@kreis-lippe.de
05231-62 6400

Feldlabor für fluide Energiespeichertechnologie und Sektorenkopplung am Innovationszentrum

FES FIELD LAB

Lemgo, den 25.08.2020
Pressemeldung
Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe hat den Zuschlag für ein Investitionsprojekt bekommen, um die Forschungsinfrastruktur im Bereich Wasserstoff auszubauen. Das BMBF fördert das Projekt „FES FIELD LAB – Feldlabor für fluide Energiespeichertechnologie und Sektorenkopplung“ mit 1,2 Mio. €.
„Mit dem stetig wachsenden Anteil erneuerbaren Energien werden Sektorenkopplung und Energiespeicherung immer bedeutsamer. Vor allem durch die hohe Energiedichte ist hier die Speicherung in chemischer Form, z. B. als Green Fuels, eine vielversprechende Technologie,“ sagt Projektleiter Prof. Georg-Heinrich Klepp vom Institut für Energieforschung.
Am Standort des Innovationszentrum Dörentrup stellt die TH OWL im Projekt „bioCO2nvert“ unter der Projektleitung von Prof. Jan Schneider derzeit bereits die erste Power-to-Gas Anlage der Region fertig. Die neuen Investitionen sollen das Spektrum deutlich erweitern.
Der verantwortliche Ingenieur Timo Broeker ist zuversichtlich: „Wir bekommen durch den Zuschlag bei FH Invest großartige Vorrausetzungen, um auf hohem Niveau anwendungsnah zu forschen. Mit unser ersten Anlage beschäftigen wir uns vor allem mit der Methanisierung. In Zukunft werden wir die Infrastruktur und Analytik haben, um zahlreiche Anwendungsfälle der Energienutzung rund um das Thema Wasserstoff zu untersuchen.“
Das FES FIELD LAB kann 75 kWh Energie aus Wind und Sonne speichern. Es ist in der Lage Gas- und Flüssigkraftstoff (Green Fuels) zu produzieren und verfügt über verschiedene fortschrittliche Druck-Speichersysteme (Adsorptionsspeicher, CAES). Darüber hinaus ist es mit der gesamten notwendigen Messtechnik und Analytik ausgerüstet. Das FES FIELD LAB bietet damit die Plattform zur Umsetzung von F&E Projekten zur Energiespeicherung für die TH OWL und ihre Partner aus Forschung und Wirtschaft.
Einer der Partner ist das Innovationszentrum Dörentrup (IZD) des Kreises Lippe. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass die Hochschule hier am Innovation Land Lab investiert. Schon den Bau der ersten Anlage verfolgen wir gespannt. Der Kreis Lippe ist Wasserstoffmodellregion, da sind alle „Projekte zum Anfassen“ die hervorragende Ergänzung“, freut sich die Leiterin des IZD, Karen Zereike.

Zur Erforschung der Technologien zur Speicherung von Energie in chemischer Form oder durch Überdruck in Fluiden ist es notwendig, die vielen Komponenten in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Rahmenbedingungen optimal in reale Prozesse und Anlagen zu integrieren. Das Feldlabor FES FIELD LAB ist ein kompaktes, ortsunabhängiges Speicherkraftwerk im Pilotmaßstab, dass sich selbst mit erneuerbarer Energie versorgen kann und dabei die anwendungsnahe Erforschung verschiedenster Fragestellungen der Speichertechnologien für erneuerbare Energien unter Berücksichtigung der Sektorenkopplung ermöglicht. Es fungiert als Demonstrator, eigenständig oder als Teil einer Pilotanlage. Durch das mobile Konzept kann das FES FIELD LAB später im Rahmen von Feldversuchen an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden.
Dabei ist das FES FIELD LAB insbesondere für einen verbesserten Wissenstransfer konzipiert. Durch den Pilotmaßstab und die Energieunabhängigkeit kann es an unterschiedlichen Standorten direkt in die Anlagen eingebunden werden. Dadurch werden kooperative F&E Projekte mit Partnern aus der Wirtschaft ermöglicht und der Wissenstransfer in die Gesellschaft erleichtert. Am Standort im Energiepark des Innovationszentrums Dörentrup entsteht dazu ein exzellenter Showroom.
Das modulare FES FIELD LAB ist eine Vision der TH OWL für den Bereich der F&E Energiespeicher, getragen durch ein interdisziplinäres Kernteam um Professor Georg Klepp, Timo Broeker und Janina Fröhlich.
Damit entsteht ein entscheidender Schub für die Stärkung der Innovationsbasis der Region Ostwestfalen-Lippe im Bereich der Energieforschung, der postfossilen Mobilität und der Sektorenkopplung. Das FES FIELD LAB ermöglicht so der Hochschule und ihren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft in absehbarer Zeit anwendungsnahe Antworten auf drängende Fragen der Energiewende zu finden, die angesichts des Auslaufens vom EEG für Biogas-, Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen, aber auch von Netzausbau und Mobilitätswende dringend benötigt werden.

Kontakt und Info:
georg.klepp@th-owl.de
timo.broeker@th-owl.de

Solidarität und Innovation in der Corona-Pandemie: Verleihung des „Krisen-HELDEN Preis“ 2020 an fünf Vereine und zwei Unternehmen

 

BUZ: Landrat Dr. Axel Lehmann (3.v.r.) übergab am Innovationszentrum in Dörentrup die Krisen-HELDEN Preise an (v.l.) Holger Busch (emmer.zone), Gabriele Hollmann (Ev. ref. Kirchengemeinde Detmold-West), Melanie Werneke (Elterninitiative e.V. Kita Pippi), Katharina Ernesti (Hebammenpraxis Fissenknick), Andre Swoboda (BSV Müssen & TuS Müssen-Billinghausen), Heike Weidhase (Corona Hilfe Oerlinghausen) und Regina Zelms (Kelter- und Kulturverein Schwalenberg e.V.). (Foto: Kreis Lippe)

Zum ersten Mal hat Landrat Dr. Axel Lehmann den „Krisen-HELDEN Preis“ im Innovationszentrum in Dörentrup überreicht. Ausgezeichnet wurden sieben Preisträger, die während der Corona-Pandemie wahrlich heldenhafte Ideen und Projekte entwickelt und umgesetzt haben. „Alle Preisträger haben mit ihren innovativen Ideen dabei mitgewirkt, dass wir die Krise in Lippe solidarisch und gemeinsam meistern können“, so Lehmann in der Verleihung. „Wir möchten im Kreis Lippe mit dem Krisen-HELDEN Preis ein Zeichen setzen und die vielen ehrenamtlichen Hilfsangebote und Ideen vor Ort wertschätzen.“  Insgesamt verleiht der Kreis Lippe  20.000 Euro für die Projekte, die sich besonders in der Krise hervorgetan und die regionale und lokale Identität, sowie die Gemeinschaft vor Ort gestärkt haben. „Ich bin beeindruckt,  wie viele unterschiedliche Hilfsangebote es im Kreis Lippe gibt. Dies zeigt nochmal mehr, dass in Lippe Solidarität großgeschrieben wird“, betont er.

Ausgezeichnet in der Kategorie „Vereine/gemeinnützige Organisation/Initiativen“ sind der Ballspielverein Müssen von 1951 e.V. gemeinsam mit dem TuS Müssen-Billinghausen, die Ev. ref. Kirchengemeinde Detmold-West, die Elterninitiative e.V. Kita Pippi, die Corona Hilfe Oerlinghausen und der Kelter- und Kulturverein Schwalenberg e.V. Sie freuen sich jeweils über 2.000 Euro Preisgeld.

Der Ballspielverein Müssen von 1951 e.V. und TuS Müssen-Billinghausen  werden zusammen für das Projekt „Virtueller Tanz in den Mai“ als Krisen-HELD gewürdigt. Mit der Veranstaltung hat der Verein den Menschen eine Plattform gegeben, sich virtuell zu treffen und trotz Abstand zusammen zu feiern. Gemeinsam haben die Mitglieder Essen und Getränke zu den Teilnehmenden geliefert. An dem Abend haben knapp 6.000 Menschen beim Live-Stream vorbeigeschaut. Der Verein hat so ein kulturelles Angebot für Jung und Alt geschaffen.

Die Ev. ref. Kirchengemeinde Detmold-West erhält den Preis für das Projekt „Nähstube“. Das Projekt der Nähstube gibt es mittlerweile seit drei Jahren. Mit diesem Angebot hat die Ev. ref. Kirchengemeinde einen Treffpunkt für Interessierte in Detmold-West geschaffen, um Gemeinschaft zu erleben, sich auszutauschen und sich für einen guten Zweck ehrenamtlich zu engagieren. Während der Corona-Pandemie wurden hier ehrenamtlich seit April über 2.000 Mund-Nasen-Schutzmasken selber hergestellt und kostenlos an viele ältere und kranke Menschen, Familien, Einzelpersonen, Randgruppen und Einrichtungen verteilt.

Ebenfalls zu den Preisträgern gehört die Elterninitiative e.V. der Kita Pippi. Ihr großes Ziel war es, möglichst allen Kindern zu ermöglichen, am Kita-Alltag ab Anfang Juni wieder teilzunehmen. Aus diesem Grund haben Sie rechtzeitig einen internen Krisenstab einberufen, um die Kleingruppenkonstellation zu überdenken und ein zusätzliches Handlungskonzept unter allen gesetzlichen Vorgaben auf die Beine zu stellen. So entstand schnell die Idee des „Mufflon-Camps“. Gemeinsam mit einem lokalen Festzeltanbieter und dem Heimat- und Verkehrsverein Hiddesen wurde ein Camp geplant und aufgebaut, in dem die Schulanfänger täglich eine Waldgruppe besuchen konnten.

Hinter der  „Corona Hilfe Oerlinghausen“  stehen Leben in Lipperreihe e.V., der Verkehrs- und Verschönerungsverein Helpup e.V. sowie die Ev. Ref. Kirchengemeinde Oerlinghausen. Sie haben es geschafft, ein buntes ehrenamtliches Hilfsangebot für bedürftige Bürger im ganzen Stadtgebiet Oerlinghausen aufzubauen. Hierfür werden auch sie als Krisen-HELDEN ausgezeichnet. Mit 70 Helfern haben sie unter anderem ein Kontakttelefon eingerichtet, Telefonkontakte vermittelt, Mund-Nasen-Masken genäht und kostenlos verteilt sowie durch finanzielle Spenden Bedürftige unterstützt.

Als fünfter Preisträger  in der Kategorie „Vereine“ wird der Kelter- und Kulturverein Schwalenberg e.V. mit dem Projekt „Kulturchannel“ ausgezeichnet. Getreu dem Motto „Ihr könnt nicht kommen, also kommen wir zu Euch“ hat der Kelter und Kulturverein ein vielfältiges digitales Kulturprogramm auf die Beine gestellt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. So haben sich unter anderem unterschiedliche lokale Musikgruppen, lokale Händler sowie private wie öffentliche Personen rund um Schwalenberg an dem Programm beteiligt.

In der Kategorie „Kleine und Mittlere Unternehmen“ werden die Hebammenpraxis Fissenknick von Katharina Ernsti und die Plattform Emmer.Zone  von Holger Busch mit dem Krisen-HELDEN Preis 2020 ausgezeichnet. Sie können sich jeweils über 5.000 Euro Preisgeld freuen.

Mit der Plattform Emmerzone hat Holger Busch einen digitalen Marktplatz geschaffen, der es  den örtlichen Unternehmen in Lügde und Bad Pyrmont ermöglicht, sich auf einfache Weise digital zu präsentieren und so während der Kontakteinschränkungen in der Corona-Pandemie für die Kunden weiter da zu sein.  Durch die Internet-Präsenz https://emmer.zone/ ist ein lokales Portal entstanden, von dem nicht nur die kleineren Anbieter profitieren, sondern alle Teilnehmer eine starke Gemeinschaft bilden. Das gilt auch insbesondere vor dem Hintergrund, dass Emmerzone ein Angebot ist, das über die Grenzen von Lippe hinausgeht und mit Bad Pyrmont auch eine niedersächsische Stadt einbindet.

Als zweiten Preisträger in der Kategorie „KMU“ erhält Katharina Ernesti für ihre Outdoor-Hebammen-Praxis den Krisen-HELDEN Preis. In ihrer Outdoor-Praxis im Garten hält sie Kurse und Beratungsgespräche unter Gewährleistung der Abstands- und Hygieneregelungen ab. In einem selbst umgebauten Bauwagen bietet sie eine Untersuchungsmöglichkeit für Schwangere und Neugeborene sowie einen geschützten Rückzugsort für stillende Mütter an.

Projektmitarbeiterin/ Projektmitarbeiters (w/m/d) gesucht

Im Innovationszentrum in Dörentrup, Bereich Fördermittelmanagement und Zukunftsprojekte ist die Stelle einer/eines

Projektmitarbeiterin/ Projektmitarbeiters (w/m/d)

zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis zum 14.11.2022 zu besetzen.

Ziel des Projektes Work & Care ist es u.a. die Unternehmen für die Pflegesituation zu sensibilisieren, überbetriebliche Lernallianzen zu bilden und passgenaue wohnortnahe Dienstleistungen zur Stärkung der Pflegebedürftigen und ihrer pflegenden Angehörigen zu entwickeln. Ein entscheidender Punkt, der dabei berücksichtigt werden soll, sind die nachbarschaftlichen Strukturen im Dorf bzw. im Quartier. Gemeinsam mit den Projektpartnern soll eine Dorfhelfer App entwickelt werden, in der pflegende Angehörige, Helfer und Pflegebedürftige zusammen gebracht werden. Die Bausteine der App werden in Kooperation mit Modelldörfer entwickelt und somit der gewählte Bottom-Up Prozess aus Smart Country Side weitergeführt.

Ihr Aufgabengebiet umfasst:

  • Selbstständige Überwachung der Ziele u. Inhalte, Abgleich mit dem Projektkonzept
  • Ansprache u. Gewinnung von Netzwerkpartnern innerhalb des Projektes
  • Initiale Projektbearbeitung (Grundkonzept, Validierung der Arbeitspakete, Netzwerkbildung; Entwicklung von Nutzerszenarien)
  • Ausarbeitung von Rand- und Erfolgsbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung einer Dorfhelfer-Anwendung
  • Entwicklung und Durchführung von unterschiedlichen Workshop-Formaten

Was wir erwarten. Sie verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. mindestens einen Bachelor Abschluss mit dem Schwerpunkt Pflegewissenschaften, Gesundheit, Wirtschaftsinformatik oder  Wirtschaftswissenschaften. Idealerweise konnten Sie bereits Erfahrungen im Bereich Projektarbeit oder Akquise sammeln. Ihre Stärken liegen im Bereich der Kommunikation und Teamarbeit. Wünschenswert wären vertiefte Kenntnisse in den zentralen Themen- und Arbeitsbereichen wie Ehrenamt, Gesundheit, Nachbarschaftlichen Strukturen, Dorfentwicklung oder Mobile Applikationen. Sie sind im Besitz eines gültigen Führerscheins der Klasse B und bereit, Ihren privaten PKW gegen Kostenerstattung für Dienstfahrten einzusetzen.

Was wir bieten. Wir bieten Ihnen eine besonders verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem kollegialen Umfeld. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 10 TVöD.

Der Kreis Lippe fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeitenden und hat einen Gleichstellungsplan. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Menschen jeden Geschlechts, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Schwerbehinderte Menschen und Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung unter Beachtung des Leistungsprinzips bevorzugt.

Für Fragen stehen Ihnen die Teamleiterin Frau Karen Zereike, Rufnummer 05231 – 621045, oder die Projektleiterin von Work & Care Frau Ann-Kathrin Habighorst, Rufnummer 05231 – 621150, gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie.

Die Kreisverwaltung Lippe arbeitet mit Interamt, dem Stellenportal für den öffentlichen Dienst zusammen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Onlinebewerbungen ausdrücklich erwünscht sind. Von Bewerbungen per Post oder per E-Mail bitten wir abzusehen.

Bewerbungen, die auf dem Postweg bei uns eingehen, werden nach Abschluss des Verfahrens aufgrund des Verwaltungsaufwands nicht zurückgeschickt.

Für Ihre Bewerbung loggen Sie sich bitte zunächst in Interamt ein und klicken Sie dann hier https://www.interamt.de/koop/app/stelle?id=606733.

Falls Sie noch keinen Interamt Zugang haben, registrieren Sie sich bitte zunächst <hier>.

Welche Vorteile Ihnen die Registrierung bringt, erfahren Sie <hier.

Hinweis zum Datenschutz (DSGVO) finden Sie unter https://www.kreis-lippe.de/offen-sympathisch-zukunftsorientiert/Karriere. Dort können Sie sich auch über die Speicherung und Aufbewahrungsfristen informieren.

Bewerbungsfrist: 23.08.2020

 

Sonderprogramm „Heimat 2020“

die Landesregierung hat ein Sonderprogramm „Heimat 2020“ zur Unterstützung von Vereinen und Verbänden während der Corona-Lage aufgelegt. Gemeinnützige Vereine oder Organisationen sollen hiernach unter bestimmten Voraussetzungen zur Überwindung eines durch die Corona-Krise verursachten existenzgefährdenden Liquiditätsengpasses eine einmalige finanzielle Unterstützung beantragen können.

 Weiterführende Informationen finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) unter dem folgenden Link: 

https://www.mhkbg.nrw/themen/heimat/sonderprogramm-heimat-2020.

 Die über die Homepage zugänglichen Dokumente haben wir Ihnen im Anhang beigefügt. Nach der Information des MHKBG können Anträge ab dem 15.07.2020 – ausschließlich online – gestellt werden.

Kreis und Land vergeben 40.000 Euro für Projekte und Ideen zur Bewältigung der Corona-Pandemie

Viele Menschen in Lippe sind während der Corona-Pandemie bereit, zu helfen und aktiv einen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise zu leisten. Sie zeigen sich solidarisch mit den
Mitmenschen und stehen für den besonderen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Verschiedene Organisationen, selbstorganisierte Initiativen und Vereine spielen bei der Corona-Hilfe eine wichtige Rolle. „Das Zitat ‚In der Krise beweist sich der Charakter‘ von Helmut Schmidt ist aktueller denn je. Viele Lipperinnen und Lipper haben in den vergangenen Wochen den Bedarf nach Hilfe erkannt und gute Lösungen entwickelt und umgesetzt. Dieses Engagement zeichnen wir aus“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

20.000 Euro Landesfördermittel zur Bewältigung ehrenamtlicher Aktivitäten: Das Land NRW stellt dem Kreis Lippe 20.000 Euro zur Verfügung, um bestehende oder neu entstehende ehrenamtliche Aktivitäten vor Ort zu unterstützen. Die Förderung richtet sich an Engagierte, die durch ihre Aktionen vor allem Senioren, Erkrankte und in Quarantäne befindliche Menschen mit angemessenen Schutzvorkehrungen ausstatten. Gefördert werden können beispielweise entstandene Aufwände für das Nähen von Behelfsmasken, die Anschaffung von Schutzbekleidung, für Einkaufsdienste oder psychosoziale Angebote. „Ich freue mich sehr, dass das Land NRW nicht nur unsere Unternehmen mit einer Soforthilfe unterstützt, sondern nun auch unseren vielen lippischen Engagement fördernden Einrichtungen, Nachbarschaftsinitiativen und Vereine vor Ort finanziell geholfen wird. Als Kreis Lippe haben wir uns zudem noch etwas ganz besonderes überlegt: Wir werden weitere 20.0000 Euro ausloben, um damit die besten Initiativen, nachhaltigen Ideen und Projekte zur Bewältigung der Corona-Pandemie auszuzeichnen“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

Weitere Informationen zu den Landesfördermitteln können unter ehrenamt@kreis-lippe.de oder 05231 / 625001 abgebrufen werden. Die Antragsformulare finden Sie unter: www.kreis-lippe.de/ehrenamt

 

Krisen-HELDEN Preis – 20.000 Euro ausgelobt fürs Ehrenamt und Unternehmen: Die vergangenen Wochen waren für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Familien, Vereine und viele weitere Institutionen nicht einfach. Sie standen und stehen vor großen Herausforderungen, diese Krise zu meistern. Viele Lipper haben sich ehrenamtlich engagiert, Hilfsangebote ins Leben gerufen und neue Projekte und Idee entwickelt, die Menschen in Lippe helfen. Der Kreis Lippe möchte dies nun mit dem „Krisen-HELDEN Preis“ unterstützen und auszeichnen. Gesucht werden Initiativen und Projekte, die die regionale und lokale Identität und Gemeinschaft in der Krisenzeit gestärkt haben beziehungsweise immer noch stärken. Auch Unternehmen, die in dieser Zeit besonders innovative und solidarische Ideen mit Zukunft entwickelt haben, sollen mit dem „Krisen-HELDEN Preis“ gewürdigt werden.

Der Wettbewerb ist daher in die zwei Bewerberkategorien unterteilt: Bei den Vereinen, gemeinnützigen Organisation und Initiativen erhalten die besten fünf Preisträger jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Kleine und Mittelständische Unternehmen haben mit ihren Ideen die Chance auf einen von zwei Preisen in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Die vorgeschlagenen Projekte und Initiativen müssen nachhaltig im Kreis Lippe wirken, Neues schaffen, solidarisch, innovativ und gemeinwohlorientiert der Krise begegnen. Presseinfo Krisen-Helden-Preis und Landesfördermittel

Die Antragsformulare zu den Landesfördermitteln sowie zum „Krisen-HELDEN Preis“ sind auf den Webseiten www.kreis-lippe.de und www.innovation-landlab.de veröffentlicht. Sowohl für die Landesfördermittel als auch für den Krisen-HELDEN Preis gilt der Einsendeschluss 31. Juli.

Weitere Informationen zum Krisen-HELDEN Preis können Sie unter info@innovationlandlab.de oder 05231 / 62-1150 abrufen. Das Antragsformular können Sie digital unter www.innovation-landlab.de/wettbewerb ausfüllen. Das Antragsformular als pdf-Dokument können Sie hier herunerladen: Wettbewerbsantrag KrisenHELDEN

 

Seit Mai hat das Projekt „Save the Kitz“ bislang 163 Rehkitze vor dem Mähtod gerettet

Ein kostenloses Angebot an Landwirte und Jäger

Letztes Jahr startete das Projekt „Save the Kitz“ vom Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo die Kitzsuche mit Wärmebildkamera und Drohne. In der Setzzeit im Mai /Juni konnten 2019 bereits 96 Rehkitze gerettet werden. Zum Stand 4. Juni 2020 wurden dieses Jahr bereits 163 Kitze in Lippe geborgen werden.

In den letzten Wochen wurden 1.231 ha Grünland abgeflogen – das entspricht 1.724 Fußballfeldern. Die sechs Drohnen waren dafür 62 Stunden in der Luft und sind dabei 755 km Strecke geflogen. An den 25 Einsatztagen sind häufig sechs Teams gleichzeitig im Einsatz gewesen. Im Team engagieren sich 33 Ehrenamtliche, davon 19 voll ausgebildete Drohnenpiloten. Erfahrungsgemäß sind die Kitze spätestens ab Ende Juni so mobil, dass sie sich selbst in Sicherheit bringen können.

„Nicht zuletzt durch die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Sponsoren ist es uns möglich, das Projekt nicht nur fortzuführen, sondern sogar noch zu erweitern.“, so Projektleiter Dr. Daniel Muschiol. Die Zahl der Wärmebild-Drohnen konnte in diesem Jahr von vier auf sechs erhöht werden. Gleichzeitig wurden weitere ehrenamtliche Drohnenpiloten ausgebildet, so dass zu Spitzenzeiten über 100 Hektar Grünland täglich systematisch nach Rehkitzen abgesucht werden können.

„Save the Kitz“ bietet Landwirten und Jägern an, ihre Wiesen am frühen Morgen vor der Mahd nach dort abgelegten Rehkitzen abzusuchen und diese zu bergen.

Im hohen Gras können die jungen Kitze vom Trecker aus nur selten gesehen werden. Zudem haben frisch gesetzte Kitze keinen Fluchtinstinkt. Bevor es die Drohnentechnik gab, wurden die Flächen zu Fuß oder mit Jagdhund abgesucht. Im hohen Gras sind die Kitze mit bloßem Auge aber nur sehr schlecht zu finden und das frisch gesetzte Kitz kann vom Hund mit der Nase nicht wahrgenommen werden. Die innovative Technik leistet hier sichere Arbeit.

Wenn Sie dieses – für Sie kostenfreie – Angebot in Anspruch nehmen möchten, kontaktieren Sie uns möglichst frühzeitig, damit wir einen Termin planen können: dmuschiol@gmail.com oder 0174/9440200

Folgende Angaben werden für die Rettungsaktion benötigt:

Eine genaue Beschreibung der abzusuchenden Flächen, idealerweise über die von uns genutzte Verwaltungssoftware Agrarmonitor.

Gewünschter Termin (bitte bedenken Sie, dass die mitwirkenden Schüler in der Regel um 7.40 Uhr im Unterricht sein müssen und eine Suche daher spätestens gegen 6.00 Uhr stattfinden muss).

Eine Bestätigung, dass Landbesitzer und gegebenenfalls Pächter der Fläche über die Rehkitzsuche informiert und damit einverstanden sind.

Eine Bestätigung, dass die auf der Fläche jagdausübungsberechtigten Jäger über die Rehkitzsuche informiert und damit einverstanden sind.

Hintergrundinformationen

Da wir auf ein brauchbares Wärmebild angewiesen sind, muss die Suche am frühen Morgen stattfinden, bevor die Sonne die Fläche erwärmt. Wir starten oft bereits schon kurz nach 4 Uhr. An bewölkten Tagen ist eine erfolgreiche Suche bis in den späten Vormittag hinein möglich. Die Fläche wird aus einer Höhe von 25 Metern systematisch abgesucht, aufgespürte Kitze werden außerhalb des Gefahrenbereiches sicher abgelegt. Jede unserer Drohnen kann innerhalb von 30 Minuten Flächen bis etwa 8 Hektar Größe ohne Zwischenlandung absuchen.

Bei den eingesetzten Fluggeräten handelt es sich um selbstentwickelte Leichtbau-Quadrocopter, die für lange Flugzeiten von bis zu 45 Minuten optimiert sind. Durch die Verwendung großer, langsam drehender Rotoren fliegen die Quadrocopter energieeffizient und vergleichsweise leise, so dass das Wild kaum beunruhigt wird.

Die Quadrocopter verfügen über jeweils eine Wärmebild- und eine Echtbild-Kamera, deren Bilder in Echtzeit auf Videobrillen übertragen werden. Unsere Fluggeräte sind mit einem Autopilotsystem ausgestattet und suchen die Flächen teilautonom ab.

Das Engelbert-Kaempfer-Gymnasium, das Lüttfeld-Berufskolleg und das zdi-Zentrum Lippe.MINT organisieren „Save the Kitz“ im Rahmen der MINT- Berufs- und Studienorientierung. Das technische Know-how liefert die Firma Kirchhof Automation in Lemgo. Finanziell unterstützt wird das Projekt mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein- Westfalen sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lippe.

Weitere Förderer des Projektes sind: Umweltstiftung Lippe, Staff-Stiftung, Lippe Tourismus & Marketing GmbH, Stiftung Lippische Landschaft, Rotary Club Lemgo-Sternberg, Kreisjägerschaft Lippe, Heimatverein Voßheide, betriko GmbH und viele Privatpersonen.

Die Bergung eines Kitzes vor der Wiesenmahd (Bildrechte: Jan Wisomiersky)

Förderprojekt „Smarte LandRegionen“: Kreis Lippe will Modellandkreis werden

Der Kreis Lippe hat es in die Vorauswahl des Modellvorhabens Smarte Landregionen geschafft und will jetzt ein Modellandkreis für Digitalisierung im ländlichen Raum werden. Als einziger Landkreis in Ostwestfalen-Lippe hat der Kreis Lippe die erste Hürde gemeistert. Sieben Landkreise wird das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit insgesamt rund 25 Millionen Euro bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen im ländlichen Raum unterstützen.

„Lippe konnte mit Ideen und Konzepten im Bereich der Digitalisierung überzeugen und wird von ‚Smarte LandRegionen‘ profitieren. Denn alle 22 Landkreise, die in der finalen Bewerbungsphase ihren Hut in den Ring werfen, erhalten eine Unterstützung aus dem Modellvorhaben. Jetzt arbeiten wir intensiv an der weiteren Bewerbung, um einer der Modellandkreis zu werden“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann. Er ist davon überzeugt, dass das Modellvorhaben entscheidend dazu beiträgt, an den gleichwertigen Lebensverhältnissen zwischen Stadt und Land zu arbeiten.

 Bildung, Daseinsvorsorge, Gesundheit, Mobilität oder Arbeit – digitale Anwendungen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und erleichtern diesen zunehmend. Dabei umfasst die Digitalisierung alle Lebensbereiche und gerade für den ländlichen Raum ergeben sich neue Chancen. Denn ländliche Räume, wie Teile des Kreises Lippe stehen vor besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit. Für ein attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld gerade in ländlichen Regionen steigt der Bedarf nach digitalen Lösungen, beispielsweise E-Mobilität, E-Learning oder Telemedizin sind Themen, die den Alltag der Menschen prägen werden. Die aktuelle Corona-Pandemie verdeutlicht zudem, wie wichtig die flexible, ortsunabhängige Gestaltung von Arbeit im heimischen Büro sein kann.

Das BMEL hat den Kreis Lippe nach objektiven Kriterien aus 68 Bewerbungen für die finale Bewerbungsphase nominiert. Lippe hat jetzt zwei Monate Zeit, um die Inhalte einzureichen. Ann-Kathrin Habighorst und Karen Zereike vom Kreis Lippe koordinieren den Antragsprozess und knüpfen an die Erfahrungen aus vorherigen Projekten an: „Unser Ziel ist es, den erfolgreichen Partizipationsansatz des erfolgreich durchgeführten Projekts Smart Country Side auszuweiten und nun auf weitere Bereiche zu übertragen“.

 Die finalen Bewerbungen wird eine unabhängige Jury prüfen und entscheiden, welche sieben Landkreise die „Smarten LandRegionen“ repräsentieren. Voraussichtlich im Spätsommer steht fest, ob der Kreis Lippe es unter die besten sieben Landkreise geschafft hat. Gemeinsam mit dem renommierten Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung (IESE) wird auch der Kreis Lippe digitale Dienste für die Bürger gestalten. Die Ergebnisse und digitalen Lösungen, die innerhalb des Modellvorhabens entwickelt werden, sollen auf weitere Kreise und Regionen in Deutschland übertragen werden. So sollen die 15 Landkreise, die es nicht in die Endauswahl geschafft haben, eng eingebunden werden und profitieren daher durch die Erkenntnisse aus dem Modellprojekt. Gewonnen hat der Kreis Lippe also jetzt schon. Denn dieser wird in den nächsten vier Jahren bei der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie professionell begleitet.

 

„Heimat-Preis“: Bis zu 5.000 € für Ihre Projektidee – jetzt bewerben!

Das Landesförderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. – Wir fördern, was Menschen verbindet“ bietet Kommunen die Möglichkeit, sich für den Heimat-Preis zu bewerben. Auch 2020 wird der Kreis erneut mit 10.000 Euro drei besondere Projekte unterstützen und würdigen. In diesem Jahr erfolgt die Vergabe zum Thema „Generationen-Projekt ‘‘Dorf‘‘ – Heimat für Jung und Alt“. Es sollen Projekte gefördert werden, die die Generationen im Dorf verbinden und die Dörfer dadurch lebenswert und attraktiv halten. Nutzen Sie die letzte Chance sich für den „Heimat-Preis“ zu bewerben.

Der Kreis Lippe ist gespannt auf viele tolle Projektideen. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai.  Alle weiteren Infos finden Sie hier oder bei Rückfragen an ehrenamt@kreis-lippe.de

Experten diskutierten in Dörentrup

Experten diskutierten in Dörentrup zum Thema Bürgerbeteiligung
Borris Ortmeier (LEADER Nordlippe), Dr. Agnes Kriszan (HAWK ), Michael Busch (ASG), Dr. Sabine Weck (ILS), Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Leibniz Universität), Sabine Conrad, Dr. Tobias Federwisch (beide BLE), Karen Zereike und Ann-Kathrin Habighorst (beide Kreis Lippe) Hinweis: Archivfoto vom 04.03.2020

1. Fachsymposium „Beteiligungsformate im ländlichen Raum – Ländliche Räume mit Zukunft?“

Experten aus der Wissenschaft, Verwaltung und Praxis trafen sich am 04./05.03 im Innovation Land Lab in Dörentrup um über das Thema Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im ländlichen Raum zu diskutieren und Verbesserungsvorschläge für neue Programme zu erarbeiten.

Die Themen ländlicher Raum, ländliche Entwicklung und Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land, sind derzeit wichtige Themenbereiche der politischen Arbeit. In der ländlichen Entwicklung spielt dabei das individuelle Engagement von Bürgerinnen und Bürgern eine wichtige Rolle. Daraus ergeben sich neue Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten von bürgerschaftlich Engagierten in Projektstrukturen und ländliche Entwicklungsstrategien.

Wie sehen bestehende und neue Beteiligungsformate im ländlichen Raum aus? Welche Unterschiede gibt es zum urbanen Raum? Vor welchen Herausforderungen steht das Thema Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der zukünftigen Entwicklung? Diese Fragen wurden im Rahmen des ersten Fachsymposiums „Beteiligungsformate im ländlichen Raum – Ländliche Räume mit Zukunft?“ diskutiert. „Unser Ziel war es Experten aus unterschiedlichen Perspektiven an einem Tisch zusammenzubringen, um über Bürgerbeteiligungsprozesse zu sprechen und gemeinsam Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten“, so Karen Zereike vom Kreis Lippe.    

Zu den Teilnehmern gehörten ausgewiesene Experten aus der Wissenschaft zum Thema Entwicklung ländlicher Räume wie Prof. Dr. Rainer Danielzyk von der Leibniz Universität in Hannover, Dr. Sabine Weck vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dr. Agnes Kriszan von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen und Prof. Dr. Klaus Schafmeister von der Fachhochschule für den Mittelstand in Bielefeld. Mit Dr. Tobis Federwisch und Sabine Conrad waren auch zwei Vertreter des Kompetenzzentrums für ländliche Entwicklung des Bundes in Dörentrup vertreten, sowie Michael Busch von der Agrarsozialen Gesellschaft in Göttingen. Karen Zereike und Ann-Kathrin Habighorst vom Kreis Lippe waren als Vertreter des Innovationszentrums Dörentrup und als Experten aus der Praktischen Bürgerbeteiligung eingebunden.

In unterschiedlichen Themenabschnitten wurde während des Symposiums Erfolgsprojekte wie „Smart Country Side – Leben auf dem Land. In der Welt zu hause (SCS)“ von den Kreisen Lippe und Höxter und das Modell- und Demonstrationsvorhaben „Soziale Dorfentwicklung“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgestellt und die Erkenntnisse der Projekte in die Erfolgsfaktoren übernommen.

Beide Projekte haben gezeigt, dass gerade im ländlichen Raum der Wunsch stark ausgeprägt ist das direkte Lebensumfeld mitzugestalten und die Engagementkultur Grundvoraussetzung ist für erfolgreiche Beteiligungsformate. Zudem ist es entscheidend das eine Kommunikation auf Augenhöhe erfolgt, so Ann-Kathrin Habighorst Projektleiterin SCS. „Ehrenamtliche Akteure sind Experten für ihr Lebensumfeld. In ihrem Engagement müssen sie aber auch von übergeordneten, hauptamtlichen Strukturen unterstützt werden. Durch eine Zielgruppenspezifische und verständliche Ansprache wird persönliche Akzeptanz geschaffen und Engagementbereitschaft geweckt“.

Borris Ortmeier, LEADER-Regionalmanager der Region Nordlippe moderierte das eineinhalbtägige Zusammentreffen der Experten und brachte immer wieder auch praktische Erfahrungen und Schlaglichter in die Diskussion ein. Alle Beteiligten waren sich am Ende des intensiven Austausches einig, eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung kann nur auf Augenhöhe mit gegenseitiger Wertschätzung funktionieren. Zudem sollte man das Bewusstsein dafür wecken, dass das Instrument „Partizipation“ nicht ein Allheilmittel ist, sondern dieses sinnvoll eingesetzt werden sollte. Dabei ist entscheidend, dass die Beteiligung auf einer transparenten Grundlage erfolgt. „Scheinbeteiligungen schaden nachhaltig. Im Rahmen von offenen Beteiligungsprozessen müssen Ergebnisse umgesetzt werden, auch wenn diese nicht den eigenen Ansichten entsprechen“ so Borris Ortmeier.

Erreichbarkeit Energieberatung der Verbraucherzentrale

aus gegebenem Anlass wird es zu Einschränkungen im Bereich der Energieberatung der Verbraucherzentrale kommen.

Hier ein kurzer Überblick und die möglichen Kontaktwege:

1. Alle Veranstaltungen, Vorträge und Vor-Ort-Beratungen sind bis auf weiteres abgesagt.

2. Telefonische Beratung wird so gut es geht bereitgehalten: Dazu können Interessierte entweder die übliche Nummer 05231 7015905 oder aber über die Energielotsen-Nummer 0211 / 33 996 556 Kontakt aufnehmen. In der Regel sind wir in Detmold darüber erreichbar oder ein Rückruf wird eingestellt.

3. Ratsuchende können auch gerne die Videoberatung der Verbraucherzentrale Bereich Energie oder eine Telefonberatung nutzen. Leider sind wir in Detmold selbst noch nicht als Videoberatung erreichbar, es wird aber in Hochtouren daran gearbeitet.

Termine hierfür können ebenfalls über den Energielotsen 0211 / 33 996 556 vereinbart werden.

4. Die Kontaktaufnahme per Email ist wie gehabt ebenfalls möglich. Dazu können folgende Email-Adressen genutzt werden:

detmold.energie@verbaucherzentrale.nrw oder energieberatung@verbraucherzentrale.nrw.

Für Fragen sind wir per Mail oder Telefon (fast) immer erreichbar.

Großes Interesse der Dörfler an der Infoveranstaltung „Unser Dorf hat Zukunft“

Der Kreis Lippe hat die Bürgerinnen und Bürger aus den lippischen Dörfern zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung nach Dörentrup-Wendlinghausen in das Innovationszentrum eingeladen. Diese sind zu dem Themenblock Fragen und Antworten zahlreich aus ganz Lippe angereist, um den Wettbewerb mit seinen Aufgaben und Zielen zu hinterfragen. Durch das Organisationsteam des Wettbewerbs wurden den Anwesenden durch Dorfgedanken verschiedene Definitionen des Begriffs Dorf dargestellt und erläutert, was es für jeden Einzelnen bedeutet bzw. bedeuten kann. Anhand eines Kurzfilms wurde dargestellt, wie heute junge sowie ältere Familien zurück in ihr Dorf ziehen und welche Gründe sie dazu bewegt haben. Die anschließende Diskussion über die Möglichkeiten und Chancen des Wettbewerbs und seiner Auswirkungen auf die Dörfer und seiner Bewohnerinnen wurde rege geführt. Tipps und Ratschläge für eine gute Präsentation des Dorfes bei der Bereisung und der Austausch von Erfahrungen der einzelnen Dörfer im Wettbewerb wurden untereinander weitergegeben. Unterstützt von einem Präsentationsbeispiel aus Sachsen konnten viele Anregungen für das eigene Dorf mitgenommen werden. Zum Abschluss der Veranstaltung wies das Organisationsteam auf die am 27.03.2020 in Blomberg-Großenmarpe stattfindende Auftaktveranstaltung und die am 08.06.2020 beginnende Bereisung der Dörfer hin.

 

Fazit nach drei Jahren Smart Country Side

(von links) Ann-Kathrin Habighorst (SCS-Projektleiterin, Kreis Lippe), Felix Leo Matzke (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund), Dr. Agnes Kriszan (Technische Hochschule OWL), Steffen Hess (Fraunhofer IESE), Heidrun Wuttke (SCS-Projektmanagerin, Kreis Höxter), Tatjana Disse (GfW Höxter), Bürgermeister Jörg Bierwirth, Landrat Dr. Axel Lehmann, Dr. Ariane Sept (Leibniz-Institut), Hans-Werner Gorzolka (Ovenhausen), Landrat Friedhelm Spieker und Heino Rinne (Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld)

Das Dorf hat Zukunft und das hat viele Gründe, denn dörflicher Zusammenhalt und eine starke Kultur, sich zu engagieren, sorgen für ein soziales Miteinander. Gleichwohl stehen ländliche Räume wie die Kreise Lippe und Höxter vor besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen, um ihre Zukunft zu sichern. Die Digitalisierung bietet hierbei große Chancen, strukturelle Defizite auszugleichen und die Lebensqualität gerade in Dörfern zu erhöhen.

Genau hier hat vor drei Jahren das Projekt Smart Country Side (SCS) angesetzt. Bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Lösungen waren gefragt, bei deren Ausarbeitung und Anwendung die Bürger vor Ort frühzeitig eingebunden waren. Dass dies gelungen ist, zeigten die Verantwortlichen in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am 16. Oktober in Brakelsiek.

„Wir haben es geschafft, mit dem Projekt gezielt neue Impulse in den Kreisen zu setzen und sind stolz auf die Ergebnisse, die wir gemeinsam mit den Ehrenamtlichen erreicht haben“, berichtete der Landrat des Kreises Lippe, Dr. Axel Lehmann in seinem Grußwort. „Durch ’Smart Country Side‘ ist es uns gelungen deutschlandweit als Vorreiter vorwegzugehen“.
Nicht nur für die 25 beteiligten Ortschaften ist das Projekt ein Gewinn: „Durch die modellhafte Entwicklung von Lösungen kann deutschlandweit der ländliche Raum von den Ergebnissen profitieren“, freute sich auch der Landrat des Kreises Höxter, Friedhelm Spieker über den Erfolg des Leuchtturmprojektes. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden in der Abschlussveranstaltung öffentlich präsentiert.

Dass gerade Digitalisierung und soziale Innovationen dabei helfen können, ländlich geprägte Räume lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten, zeigte auch Dr. Ariane Sept vom Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung (IRS) in ihrem Vortag auf. Die Projektergebnisse von Smart Country Side konkretisieren diesen Ansatz. So wurden in allen Modelldörfern erfolgreich der „DorfFunk“ und die Dorf- beziehungsweise Gemeindewebseiten eingeführt. Dabei soll die DorfFunk-App die dörfliche Gemeinschaft unterstützen und helfen die die Kommunikation im Dorf zu fördern.

Im Projekt Smart Country Side wurde viel erreicht

Mittels bedarfsgerechter Medienausstattungen, beispielweise Smart Panel, Laptop, Beamer oder Tablets, wurde die technische Grundlage für weitere Umsetzungsprojekte im Kreis Lippe gelegt. Damit beispielsweise der lippische Modellort Bega in der Jugendarbeit neue Wege gehen kann, wurde eine Drohne angeschafft. Jugendliche sollen sich durch gemeinsames Engagement und Freude an der Technik wieder für das Dorfleben begeistern und engagieren. Generationsübergreifend folgen nun spannende Videos aus der Vogelperspektive.

In Lipperreihe ist es möglich, sich im AWO Begegnungszentrum „Strate Haus“ in Sachen digitaler Kompetenz weiterzubilden. Die Bürgerschaft hat dafür in Eigeninitiative ein Weiterbildungskonzept getreu dem Motto „Dialog trifft Digital ganz lokal“ entwickelt. Dabei findet die Kombination aus analogem Austausch in einer Gruppe und dem gemeinsamen digitalen Lernen hohen Anklang bei den Teilnehmern. Daraufhin wurde neben dieser Gruppenarbeit bereits mit dem „App-Café“ ein weiteres regelmäßiges Format entwickelt, bei dem der generationsübergreifende Austausch im Vordergrund steht.

Im Kreis Höxter wurden zusätzlich zur Einführung von DorfPages und DorfFunk weitere neun digitale Anwendungen von sehr engagierten Bürgern aus 16 SCS-Modellorten entwickelt und erprobt. Dazu zählen beispielsweise der innovative „digitale Dorf-Hilferuf“, der Nachbarschaftshilfe auch digital ermöglicht, oder die Plattform „Kirche digital“, die Pfarrbriefen, 360 Grad Kirchenansichten und Tageslosungen sowie Gruppen-Chats von Messdienern und Firmlingen ermöglicht.

Zu neuen Anwendungen im Kreis Höxter gehört auch eine „Immobilien-Plattform“, die Neubürger im Dorf über die Online-Bereitstellung von hilfreichen Tipps zu ortsansässigen Handwerkern und möglichen Fördermitteln sowie über themenbezogenen Gruppen-Chats in der Bauphase digital begleitet und so schnell in das Dorfgeschehen integriert. Weitere Umsetzungsprojekte in Kooperation mit der Caritas Deutschland ist beispielsweise die Plattform „Das Sorgende Dorf“, mit der bestehende analoge Hilfsangebote für Menschen digital ergänzt werden und die „Smarte Bürgerhalle“, die es drei Dörfern ermöglicht, Licht, Heizung, Jalousien, Medien und Verbräuche digital zu steuern und so Kosten zu sparen.

Zudem wurden im Kreis Höxter 18 Monate lang 140 Dorf-Digital-Experten ausgebildet und in den betreffenden 16 SCS-Modellorten digitale Klassenzimmer eingerichtet, in denen nun selbst organisiert gut nachgefragte Kurse für die Dorfgemeinschaften stattfinden. Dieses Umsetzungsprojekt wurde im Dezember 2018 mit dem Innovationspreis des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung ausgezeichnet.

Bei der Anschlussveranstaltung kamen alle Akteure zusammen

Dr. Agnes Kriszan vom Zukunftszentrum Holzminden-Höxter stellte die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluierung vor und erläuterte die acht formulierten Empfehlungen, die andere ländliche Regionen als Leitfaden für ihren eigenen Digitalisierungsprozess nutzen können. Diese und alle weiteren Erfahrungen sind in der Abschlussbroschüre „Projektergebnisse und Handlungsleitfaden“ aufgegriffen worden.
Felix Matzke vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ergänzte die wissenschaftliche Betrachtung des Projektprozesses von Smart Country Side um einen europäischen Vergleich und stellte die Ergebnisse der internationalen RELOCAL-Studie vor.

Über die Aspekte der unterschiedlichen Programmpunkte tauschten sich Vertreter aus Modelldörfern, Politik, Verwaltung und Kooperationspartnern in kurzen Podiumsdiskussionen aus und reflektierten somit die Relevanz vom Smart Country Side.

 

Anregende Diskussion verdeutlicht die Relevanz von SCS: (von links) Steffen Hess (Fraunhofer-Institut IESE), Heino Rinne (Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld), Borris Ortmeier (LEADER Nordlippe) und Hans-Werner Gorzolka (Ovenhausen).

„Wir sind stolz, dass wir nun anderen Kreisen und Regionen einen Einblick in unsere Erfahrungen geben können“, so Landrat Friedhelm Spieker, der die Veranstaltung beendete. „In beiden Kreisen ist es uns gelungen, die Projektidee in einen langfristigen Prozess zu überführen und somit die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Dies ist ein Erfolg für alle Beteiligten“.

„Wir sind stolz, dass wir nun anderen Kreisen und Regionen einen Einblick in unsere Erfahrungen geben können“, zug Landrat Fridhelm Spieker am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. „In beiden Kreisen ist es uns gelungen, die Projektidee in einen langfristigen Prozess zu überführen und somit die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Dies ist ein Erfolg für alle Beteiligten“.

Beide Landräte dankten abschließend den Fördermittelgebern für die Stärkung des ländlichen Raums durch dieses Vorzeigeprojekt. Smart Country Side ist ein mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördertes Kooperationsprojekt der Kreise Lippe und Höxter und eines von zehn Projekten des Handlungskonzeptes „OWL 4.0“.

SCS Abschlussbroschüre als Download verfügbar

Die Abschlussbroschüre fasst nach drei Jahren Smart Country Side den Projektprozess zusammen, gibt eine Übersicht über die umgesetzten Maßnahmen und stellt einen Handlungsleitfaden zur Verfügung, der die gewonnenen Erkenntnisse aufzeigt.

Unter folgenden Link können Sie die Abschlussbroschüre herunterladen.

Spatenstich am Innovationszentrum: Erste POWER-TO-GAS-Testanlage in OWL

Kooperationsprojekt mit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe Aufstellung und Betrieb einer Pilot-Methanisierungsanlage am Innovationszentrum in Dörentrup.

Wissenschaftler der Technischen Hochschule OWL wollen mit einer Pilotanlage erforschen, wie sich Solar- und Windstrom in Erdgas umwandeln lassen, um erneuerbare Energien zu speichern oder E-Fuels bereitzustellen. Dafür wurde nun der Container am Innovationszentrum in Dörentrup aufgestellt, der die Anlage beherbergen wird. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 geplant.

Hintergrund:

Mit Windrädern und Sonnenkollektoren alleine lässt sich die Energiewende nicht umsetzen – Fortschritte benötigt die Wissenschaft vor allem bei der Speicherung der Energie: „Schon heute müssen beispielsweise Windräder häufig abgeschaltet werden, weil die Stromnetze überlastet sind. Dadurch und durch Drosselungen in konventionellen Kraftwerken entstehen Ausfallzahlungen, die die Kosten bei der Stromerzeugung in die Höhe treiben“, erklärt Timo Broeker, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Hochschule Ostwestfalen- Lippe. Er und seine Kollegen arbeiten im Forschungsprojekt „bioCO2nvert“ daran, die Energiewende zu unterstützen.

Die Idee: Strom aus Wind- und Sonnenenergie wird per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird mit Hilfe von Kohlenstoffdioxid in Erdgas überführt. Dies kann mit bestehender Infrastruktur leicht gespeichert und transportiert werden, um beispielsweise bedarfsgerecht Strom und Wärme bereitzustellen oder klimaneutral zu tanken.

Geleitet wird das Projekt „Implementierung eines bedarfsgerechten Power-to-Gas-Konzeptes in CO2-emittierende Fermentationsanlagen“ – kurz „bioCO2nvert“ – von Professor Jan Schneider vom Institut für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW) und Professor Klaus Heikrodt vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik. Das Forschungsvorhaben wird mit insgesamt etwa 800.000 € finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderlinie FHprofUnt, sowie der Südzucker AG, der MicrobEnergy GmbH, der PRG-GmbH und der Klärgastechnik Deutschland GmbH.

Neue Broschüre vom Innovationszentrum

Die Zukunft beginnt auf dem Land! In Lippe steht das Innovationszentrum des Kreises Lippe in Dörentrup für einen motivierenden Ort, der die Entwicklung des ländlichen Raums positiv begleitet. Als Land Lab können hier sowohl soziale als auch technische Neuheiten in einem realen Umfeld entwickelt und getestet werden.

Wir wollen die Entwicklung des ländlichen Raums mit voller Kraft vorantreiben, dabei unsere Dörfer stärken und entlang der Innovationsstrategie in Dörentrup entsprechende Innovationen begleiten und in der Praxis erproben. Wichtig ist uns dabei, ganz nah an den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürger zu sein.

Mit Smart Country Side entwickeln wir zum Beispiel digitale Anwendungen, die die Vernetzung in den Dörfern vorantreiben werden. Mit dem REBIRTH-Programm unterstützen wir Schulen in Lippe dabei, Bewegungseinheiten in den Unterricht zu integrieren, um u.a. die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu steigern. Mit unserem Dorfcoach geben wir lippischen Dörfern einen Ansprechpartner an die Hand, der sie in Fragen zur Zukunftsfähigkeit berät.

Diese Impulse – und sehr viele mehr – gehen vom Innovationszentrum Dörentrup aus. Dort sind auch das LEADER-Management und das Projekt NaTourEnergie angesiedelt, die sich ebenfalls der Aufgabe verschrieben haben, die enormen Potenziale, die im ländlichen Raum stecken, weiter zu entwickeln.

Diese Broschüre gibt Ihnen hierzu weitere Einblicke in unsere Arbeit und unsere Ziele. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Landrat Dr. Axel Lehmann

Innovation Raum schaffen_int

 

„REBIRTH active school“ weiterentwickelt: Kreis Lippe und LEADER-Region Nordlippe fördern innovatives Bewegungsprojekt an Schulen

Der tägliche Bewegungsmangel unserer Kinder und Jugendlichen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Um das Bewusstsein für präventive Maßnahmen bei Eltern und in Schulen zu stärken, möchte der Kreis Lippe gemeinsam mit der LEADER-Region Nordlippe in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover die Bewegungsstudie „REBIRTH active school“ weiterentwickeln und ausweiten. Die Kinder bauen mit dem „REBIRTH active school-village“ Kompetenzen auf, körperliche Bewegung in Schul- und Freizeit zu integrieren. Damit baut das Projekt auf den Erfahrungen und Ergebnissen aus der Studie „REBIRTH active school“ der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf, die in der Zeit von 2017 bis 2019 mit Unterstützung des Kreises Lippe in ausgewählten Detmolder Schulen durchgeführt wurde. „Mit dem Bewegungsprogramm möchten wir aufbauend auf dem aktuell in Detmold laufenden Projekt die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig fördern“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

 

Das Projekt hat einen Umfang von 200.000 Euro und wird mit rund 130.000 Euro durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die fehlenden Mittel bringt der Kreis Lippe auf. Zudem beteiligen sich die vier nordlippischen LEADER Kommunen Barntrup, Dörentrup, Extertal, Kalletal sowie die Gemeinde Leopoldshöhe und die Gesundheitsstiftung Lippe mit eigenen Mitteln an der Realisierung des Präventionsprojektes. In den kommenden zwei Jahren wird das Vorhaben in verschiedenen Schulen in Nordlippe und der Gemeinde Leopoldshöhe umgesetzt.

 

Aufbauend auf der medizinischen Studie, die im April 2017 begonnen hat, soll der ganzheitliche Bewegungsansatz von „REBIRTH active school“ unter der Einbeziehung neuer Medien im Schultag systematisch verankert werden. Die Verbindung von Unterricht und körperlicher Aktivität mit fächerspezifischen und fächerübergreifenden Bewegungsspielen sowie die Zusammenarbeit mit der MHH und weiteren Multiplikatoren ist eine einmalige Möglichkeit, um einen anderen Blick auf Schule zu werfen. Der Unterricht wird weiterentwickelt und erhält eine neue integrative Form. „Der Kreis Lippe greift mit dem Projekt ein wichtiges Thema auf und setzt bei den Kindern und Jugendlichen an, das Thema Sport und Bewegung mehr ins Bewusstsein zu rücken“, betont Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert, der zugleich Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Nordlippe ist.

 

Mehrmals täglich sollen dabei die Kinder zunächst durch die Unterstützung von einem Sportwissenschaftler und den Lehrkräften angeleitet werden, sich während des Schulalltags, also auch im Unterricht, zu bewegen. Ziel ist es, dass die von der Weltgesundheitsorganisation geforderten mindestens 60 Minuten Bewegung pro Tag erreicht werden. Mindestens 50 Prozent der sportlichen Aktivitäten sollen während des Unterrichts stattfinden, zum Beispiel Rechenjogging im Matheunterricht oder Koordination und Ausdauerübungen in diversen Fächern. Die Bewegungseinheiten zielen zum einen darauf ab, dass sich die Kinder anschließend besser konzentrieren können und so ihre Lern- und Leistungsfähigkeit sowie Gesundheit steigern und zum andern werden Lerninhalte durch Bewegung vermittelt. Dabei ermöglicht der kognitive Zugang eine zusätzliche Möglichkeit des Begreifens von Unterrichtsstoff. „Wir möchten zunächst an fünf beteiligten Schulen das vorhandene Konzept schärfen und an die unterschiedlichen Strukturen der Schulen anpassen. Wichtig ist dabei, vor Ort an den Schulen unterstützend aktiv zu werden, um möglichst eine langfristige Verankerung im Schulalltag zu erreichen“, so Karen Zereike, Projektleiterin beim Kreis Lippe.

 

Mit „REBIRTH active school-village“ beteiligt sich der Kreis Lippe mit dem zweiten Projekt an der aktuell laufenden LEADER-Förderperiode. „Wir freuen uns, dass der Kreis Lippe mit seinen Projekten aktiver Partner der LEADER-Region Nordlippe ist. Mit der erfolgreichen Akquise von Fördergeldern wird deutlich, welche konkreten Vorteile das LEADER-Programm für Nordlippe und darüber hinaus hat“, betont Borris Ortmeier, Geschäftsführer der LEADER-Region Nordlippe, bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides.

 

Informationen zum Projekt:

Bei „REBIRTH active school“ handelt es sich um ein Trainingskonzept für Schüler, das von dem Direktor der Klinik für HTTG-Chirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, (MHH) Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Haverich, und seinem Konsortium initiiert wurde. Dabei geht es um ein schulisches, unterrichtsbegleitendes Interventionsprogramm zur Steigerung der physischen, psychischen und gesellschaftlichen Leistungsfähigkeit. Unterrichtsbegleitende Bewegungsimpulse sollen positive Effekte auf das biologische Alter und eine Zunahme der Regenerationsfähigkeit erzeugen.

 

BUZ: Projektstart für innovatives Bewegungsprojekt an Schulen: (v.l.) Borris Ortmeier (Geschäftsführer der LEADER-Region Nordlippe), Karen Zereike (Projektleiterin beim Kreis Lippe), Landrat Dr. Axel Lehmann und Friedrich Ehlert (Bürgermeister Dörentrup).

 

FEEdBACk zum Energieverbrauch

Am 21. Mai haben die lippischen FEEdBACk-Teilnehmer sich über den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte informieren lassen und erste Erfahrungen zur Energieeffizienz ausgetauscht. Be-sonders interessant waren die Einblicke in die Gamification-App, die der Projektpartner LiMETOOLS aus England gewährt hat. Gegen Jahresende soll die App fertig sein und von den FEEdBACk-Teilnehmern in Lippe, Barcelona und Porto getestet werden. Ziel ist es auf eine spielerische Art und Weise Verhaltensänderungen zu stimulieren, ein Umdenken herbeizuführen und die Energieeffizienz zu steigern. Somit soll das unterbewusste Nutzungsverhalten der Menschen in Bezug auf Energiema-nagement und Konsumverhalten spielerisch optimiert werden. Gemeinsam wurde am Ende der Ver-anstaltung trotz schlechtem Wetter die Grillsaison eröffnet.

Europa konkret

Die Europäische Union steht für viele in erster Linie für bürokratische Hürden und undurchsichtige Behördenstrukturen. Aber Europa ist ein Erfolgsmodell und das gerade für den ländlichen Raum.
Die Europäische Union stärkt durch diverse Förderprogramme gezielt und systematisch den ländlichen Raum und gibt so wichtige Impulse für die ländliche Entwicklung. Unter Federführung der LEADER Region Nordlippe wurde über konkrete Projekte informiert, die mithilfe von EU-Mitteln umgesetzt werden konnten.

Borris Ortmeier, Geschäftsführer der LEADER Region Nordlippe, moderierte den Abend. Er machte dabei die Vorzüge der EU deutlich und verwies auf unzählige Erfolge der europäischen Zusammenarbeit. Die Veranstaltung fand im Innovationszentrum Dörentrup statt. Hier sind diverse Projekte mit einem direkten Europabezug beheimatet.

„Wir haben uns gedacht, dass gerade in der Zeit vor einer wichtigen Wahl wie der zum Europäischen Parlament deutlich werden muss, was uns Europa vor Ort bringt und welchen Bezug wir direkt zu Europa haben“, betonte Borris Ortmeier auf dessen Initiative die Veranstaltung stattfand.

Neben Projekten aus der LEADER-Region Nordlippe stellte auch das Zukunftsbüro des Kreises Lippe EU-Projekte vor. Projektleitern Ann-Kathrin Habighorst informierte über die bisherigen Erfolge des Projektes Smart Country Side, welches die Kreise Lippe und Höxter gemeinsam durchführen. Im Projekt geht es darum, Digitalisierung im ländlichen Raum zu nutzen.

Thekla Merfort, ebenfalls vom Zukunftsbüro des Kreises Lippe informierte über die Ansätze des Projektes Feedback, welches mit acht Partnern aus sieben unterschiedlichen EU-Ländern umgesetzt wird. Im Projekt geht es darum, mittels spielerischer Aspekte und einem interaktiven Wettbewerb die Nutzer zu einem effizienteren und ressourcenschonenderen Energieverbrauch zu bringen.

Borris Ortmeier stellte einige der aktuell laufenden LEADER-Projekte der Region Nordlippe vor. Die Region Nordlippe, die aus der Stadt Barntrup und den Gemeinden Dörentrup, Extertal und Kalletal besteht, kann in der aktuellen EU-Förderperiode Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützen. „Bei den Projekten zeigt sich die Vielfältigkeit der Region. Wir fördern neben konkreten Personalstellen, die Erstellung von Zukunftskonzepten bis hin zum Bau von Gemeinschafts- und Naherholungseinrichtungen“, betonte Ortmeier.

Den Abschluss gestaltete Dr. Sabine Weck in dem sie das Projekt Relocal des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsplanung aus Dortmund vorstellte. Im Rahmen des Projektes werden aktuell laufende Förderprojekte in der EU begleitet. Es wird untersucht, ob durch verstärkte Bürgerbeteiligung die Förderpolitik der EU auch in Zukunft noch effektiver aufgebaut werden kann.

Das „digitales Dorf in der Tasche“ – Smart Country Side veröffentlicht App

BUZ: Präsentieren gemeinsam die DorfFunk-App: (v.l.) Ann-Katrin Habighorst (Projektleitern SCS beim Kreis Lippe), Heino Rinne (1. Vorsitzende der der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld), Sandra Dalbke (Modellgemeinde Dörentrup), Landrat Dr. Axel Lehmann, Steffen Hess (Frauenhofer IESE), Thorben Mense (Modelldorf Lemgo Süd), Georg Müller (Modelldorf Lemgo Süd) und Burghard Menzel (Modelldorf Lemgo Süd).

Die Bewohner der Modelldörfer des Projekts Smart Country Side können nun auch das „digitale Dorf in der Tasche“ tragen. Nach Webseiten für die einzelnen Dörfer ist nun auch die App veröffentlicht und steht unter dem Namen „DorfFunk-App“ für den Download bereit. Bei der Veranstaltung „Zukunft Dorf – Gemeinsam in ein digitales Morgen“ im Innovationszentrum in Dörentrup wurde nun die App präsentiert.

Den Dorfbewohnern war seit Projektstart stets der digitale Wandel im Dorf wichtig, indem sie selbst mitbestimmten. Größter Wunsch dabei: Mit Hilfe der Digitalisierung die Kommunikation im Dorf und unter den Dörfern verbessern. Daher besuchten viele Bürger aus den Modelldörfern die Auftaktveranstaltung, um die „DorfFunk-App“ kennenzulernen. Sie waren aktiv bei der Auswahl des Anbieters eingebunden und haben viel Zeit und Engagement in die Aufbereitung der Websites eingebracht, um die nötigen Strukturen im Dorf aufzubauen.

Von so viel Einsatz und Hilfsbereitschaft ist auch Landrat Dr. Axel Lehmann beeindruckt und sprach den Ehrenamtlichen einen besonderen Dank aus: „Eine Stärke des ländlichen Raums ist die Begeisterung, gemeinsam etwas zu erreichen. Das Ergebnis ist wirklich toll. Die ‚DorfFunk-App‘ bietet einen völlig neuen Kommunikationskanal, um als Verein oder Privatperson Informationen auszutauschen und sich dorfübergreifend zu vernetzen. Die Akteure haben die Chancen von SCS ergriffen und tragen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Kreises Lippe und seiner Dörfer.“

Seit Anfang April können nun die Bewohner der Modelldörfer Lemgo-Süd, Lipperreihe, Billerbeck, Brakelsiek, Elbrinxen und Eschenbruch sowie in den Modellgemeinden Dörentrup und Extertal kostenlos die App herunterladen. Die App informiert über Veranstaltungen oder News in der Nähe und es besteht die Möglichkeit, auf der Pinnwand Suche- und Biete-Anzeigen aufzugeben. Ein Chat ermöglicht den digitalen Dorfplausch mit Mitbürgern. Und zwar nach deutschen Datenschutzrichtlinien, genauso wie es sich die örtlichen Akteure gewünscht haben.

 Weitere Dorfabende in den beteiligten Modelldörfern im Kreis Lippe folgen: Dabei wird Bürgern die Kommunikationsplattform nocheinmal speziell für ihr Dorf vorgestellt. „Wir wollen die Bürger digital miteinander vernetzen und bieten ihnen Anleitung und Hilfestellung für ihre Kommunikation auf der Plattform,“ so Ann-Kathrin Habighorst, Projektleitern SCS beim Kreis Lippe. Die „DorfFunk-App“ lebt dabei von den Inhalten. „Je mehr mitmachen, desto besser“, ergänzt Heino Rinne, 1. Vorsitzende der der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld. Er ist sich ziemlich sicher, dass die App den Nerv der Zeit trifft. „Es geht uns darum, dass wir uns dorfübergreifend helfen und Informationen austauschen können und somit die sorgende Gemeinschaft digital unterstützt wird“.

 So gelingt die Installation der „DorfFunk-App“

Die „DorfFunk-App“ kann im App Store oder im Google Play Store heruntergeladen werden. Nach der Installation müssen sich die Nutzer einmalig mit einem Bild und Klarnamen registrieren. Mit der Angabe der Heimatadresse und der sogenannten „Empfangsstärke“ kann jeder sein Heimatdorf einstellen und auswählen, aus welchem Radius Informationen angezeigt werden sollen. So kann jeder Bürger ganz individuell festlegen, inwieweit er Nachrichten aus anderen Dörfern empfangen möchte.

 Über das Projekt Smart Country Side (SCS)

Smart Country Side ist ein mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (Efre) gefördertes Kooperationsprojekt der Kreise Lippe und Höxter und eines von 10 Projekten des Handlungskonzeptes „OWL 4.0“. Zusammen wollen die Akteure die digitale Transformation in Ostwestfalen-Lippe voranbringen und die Zukunftschancen der Region sichern. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.owl-morgen.de veröffentlicht.