Projekt SROI: Veröffentlichung des zweiten Werkstattberichts

Der zweite Werkstattbericht des Projekts SROI ist erschienen. In Zusammenarbeit mit sechs Studierenden der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV NRW) wurde das Thema „Beteiligt, digital, flexibel und wertgeschätzt?! Welche Rahmenbedingungen sich junge Engagierte im Kreis Lippe erwarten“ im Rahmen eines Studienprojekts erarbeitet.

Der Werkstattbericht geht den Fragen nach, welche Aspekte Jugendliche für ein Engagement in Vereinen, Verbänden und der Feuerwehr in ländlichen Räumen motivieren und demotivieren, welche Rahmenbedingungen ihnen in Organisationen wichtig sind und welche Erwartungen Sie gegenüber den Organisationen, aber auch Kommunen haben.

Der Werkstattbericht kann hier heruntergeladen werden.

Wir bedanken uns herzlich beim Projektteam „Junges Engagement“ der HSPV NRW  für die gute Zusammenarbeit während des Studienprojekts! 

Herzlich danken möchten wir außerdem den Engagierten des Landeseisenbahnvereins Lippe (LEL) für die Mitwirkung bei den Interviews! 

Podcastfolge zu Beteiligungsformaten im Innovationszentrum Dörentrup

Der Podcast „DIGITALAND“ der Universität Leipzig und des Instituts für Ländliche Strukturforschung Frankfurt/Main begleitet das Forschungsvorhaben „Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten digitaler Beteiligungsverfahren in der ländlichen Regionalentwicklung“ (DigiBeL). In der neusten Podcastfolge ist Miriam Nolting (Kreis Lippe) aus dem Innovationszentrum Dörentrup zu Gast im Podcast. Sie spricht über Beteiligungsformate im Kreis Lippe, Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten des Innovationszentrum Dörentrups und Gelingfaktoren von (digitaler) Beteiligung.

Diese und die weiteren Podcastfolgen finden Sie hier, auf Spotify, Google Podcast und Apple Podcast. 

Online-Befragung: Was tun Betriebe für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege? (Projekt work & care)

Die Online-Befragung „Stark werden nach Corona – Als pflegefreundliches Unternehmen zukunftsorientiert agieren“ richtet sich an Unternehmen und soll Erkenntnisse über die betrieblichen Möglichkeiten und Chancen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege liefern.

Die Initiatoren fragen nach der Bedeutung von Pflegefreundlichkeit im Unternehmen und nach künftigen Strategien zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: Mit welchen Maßnahmen unterstützen Unternehmen schon heute ihre Beschäftigten, wenn sie neben der Erwerbstätigkeit pflegebedürftige Angehörige im häuslichen Umfeld pflegen? Und welche Erfahrungen machen Unternehmen bislang mit den bestehenden Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege?

Umgesetzt wird die Befragung als Teil des Projekts work & care in Kooperation des IAT (Institut Arbeit und Technik) und des ZIG OWL. „Wir hoffen, dass wir mit der Befragung viele Unternehmen erreichen. Denn aus den Ergebnissen leiten wir konkrete Handlungshilfen ab“, so Silke Völz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des IAT. Jan Hendrik Schnecke, Projektmanager des ZIG OWL und Projektleiter für work & care sieht konkreten Handlungsbedarf: „Aus den bisherigen Analysen sehen wir, dass trotz gesetzlicher Hilfen und Maßnahmen vor Ort im Betrieb oft notwendiges Handlungswissen fehlt. So kommt es zu ad-hoc-Lösungen, die mit viel gutem Willen beider Seiten umgesetzt werden, aber im Ergebnis oftmals nicht passgenau sind.“ Vielfach sei nicht bekannt, welche Maßnahmen im Unternehmen umgesetzt werden können oder welche Angebote zur Unterstützung vor Ort bestehen. Das gelte sowohl für kleine Betriebe als auch für große Unternehmen oder öffentliche Organisationen.

Die am Projekt beteiligten Einrichtungen entwickeln Lösungsansätze, Maßnahmen und Hilfestellungen für regionale Partnerschaften, in denen Unternehmen und Beschäftigte Erfahrungen austauschen und neue Wege der Vereinbarkeit erproben können. Mit diesem regionalen Ansatz leistet das Projekt einen Beitrag für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und liefert Impulse für eine möglichst pflegefreundliche Unternehmenskultur.

Direkt zur Online-Befragung

Die Befragung ist Teil des aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projekts work & care und wird durch das IAT (Institut Arbeit und Technik, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen) und des ZIG – Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL umgesetzt.

Projektmitarbeiterin/ Projektmitarbeiter (w/m/d) gesucht

Der Kreis Lippe möchte im Fachdienst Bildung, Team Zukunftsprojekte, die Stelle einer/eines

Projektmitarbeiterin/ Projektmitarbeiters (w/m/d) im Innovationszentrum in Dörentrup

zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis zum 14.11.2022 besetzen.

Ziel des Projektes Work & Care ist es u.a. die Unternehmen für die Pflegesituation zu sensibilisieren, überbetriebliche Lernallianzen zu bilden und passgenaue wohnortnahe Dienstleistungen zur Stärkung der Pflegebedürftigen und ihrer pflegenden Angehörigen zu entwickeln. Ein entscheidender Punkt, der dabei berücksichtigt werden soll, sind die nachbarschaftlichen Strukturen im Dorf bzw. im Quartier. Gemeinsam mit den Projektpartnern soll eine Dorfhelfer App entwickelt werden, in der pflegende Angehörige, Helfer und Pflegebedürftige zusammen gebracht werden. Die Bausteine der App werden in Kooperation mit Modellgemeinden entwickelt und somit der gewählte Bottum-Up Prozess aus Smart Country Side weitergeführt.

Ihr Aufgabengebiet umfasst:

  • Selbstständige Überwachung der Ziele u. Inhalte, Abgleich mit dem Projektkonzept
  • Ansprache u. Gewinnung von Netzwerkpartnern innerhalb des Projektes
  • Initiale Projektbearbeitung (Grundkonzept, Validierung der Arbeitspakete, Netzwerkbildung; Entwicklung von Nutzerszenarien)
  • Ausarbeitung von Rand- und Erfolgsbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung einer Dorfhelfer-Anwendung
  • Entwicklung und Durchführung von unterschiedlichen Workshop-Formaten

Was wir erwarten. Sie verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. mindestens einen Bachelor Abschluss mit dem Schwerpunkt Pflegewissenschaften, Gesundheit, Wirtschaftsinformatik oder  Wirtschaftswissenschaften. Idealerweise konnten Sie bereits Erfahrungen im Bereich Projektarbeit oder Akquise sammeln. Ihre Stärken liegen im Bereich der Kommunikation und Teamarbeit. Sie verfügen über Kenntnisse in den zentralen Themen- und Arbeitsbereichen wie Ehrenamt, Gesundheit, Nachbarschaftlichen Strukturen, Dorfentwicklung oder Mobile Applikationen. Sie sind im Besitz eines gültigen Führerscheins der Klasse B und bereit, Ihren privaten PKW gegen Kostenerstattung für Dienstfahrten einzusetzen.

Was wir bieten. Wir bieten Ihnen eine besonders verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem kollegialen Umfeld. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 10 TVöD.

Der Kreis Lippe fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeitenden und hat einen Gleichstellungsplan. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Menschen jeden Geschlechts, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Schwerbehinderte Menschen und Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung unter Beachtung des Leistungsprinzips bevorzugt.

Für weitere Fragen steht Ihnen der Fachdienstleiter, Markus Rempe, Tel. 05231/62-478 oder die Teamleiterin (Innovationszentrum), Frau Karen Zereike, Tel. 05231/62-1045, gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie.

Die Kreisverwaltung Lippe arbeitet mit Interamt, dem Stellenportal für den öffentlichen Dienst zusammen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Onlinebewerbungen ausdrücklich erwünscht sind. Von Bewerbungen per Post oder per E-Mail bitten wir abzusehen.

Bewerbungen, die auf dem Postweg bei uns eingehen, werden nach Abschluss des Verfahrens aufgrund des Verwaltungsaufwands nicht zurückgeschickt.

Für Ihre Bewerbung loggen Sie sich bitte zunächst in Interamt ein und klicken Sie dann hier https://www.interamt.de/koop/app/stelle?id=722366.

Falls Sie noch keinen Interamt Zugang haben, registrieren Sie sich bitte zunächst <hier>.

Welche Vorteile Ihnen die Registrierung bringt, erfahren Sie <hier.

Hinweis zum Datenschutz (DSGVO) finden Sie unter https://www.kreis-lippe.de/offen-sympathisch-zukunftsorientiert/Karriere. Dort können Sie sich auch über die Speicherung und Aufbewahrungsfristen informieren.

Bewerbungsfrist: 07.11.2021

Ehrenamtliches Engagement im Kreis Lippe zukunftssicher aufstellen – Studie verbindet Theorie und Praxis

Wie kann bürgerschaftliches Engagement zukunftssicher aufgestellt werden, um eine nachhaltige Stärkung der Daseinsvorsorge zu gewährleisten? In dem Verbundvorhaben SROI („Social Return on Investment“) suchen der Kreis Lippe und die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) zusammen mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eine Antwort auf diese Frage.

„Ehrenamtliches Engagement ist das Herzstück der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge – viele soziale Angebote und Projekte gäbe es sonst nicht. Sie ergänzen damit die kommunale Daseinsvorsorge. Mit den Erkenntnissen aus dem Verbundvorhaben SROI wollen wir als Kreis Lippe unseren Beitrag leisten, um die Menschen, denen wir als Gesellschaft so viel zu verdanken haben, auch in Zukunft bedarfsgerecht zu unterstützen“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

Im Kern steht „Social Return on Investment“ für die Idee, den gesellschaftlichen Mehrwert, der durch bürgerschaftliches Engagement geschaffen wird, messbar zu machen. Ziel des Verbundvorhabens SROI ist es außerdem, in einer dreijährigen Förderstudie neue Ideen und Ansätze zu entwickeln, wie gute Rahmenbedingungen für Engagierte und ihre Organisationen geschaffen werden können. „In der Studie spielen die Bedarfe der Ehrenamtlichen in Lippe eine entscheidende Rolle. Auf den Ergebnissen aufbauend wollen wir nachhaltig unsere Unterstützungsangebote für Ehrenamtliche weiterentwickeln und ausbauen“, so Dr. Olaf Peterschröder, Verwaltungsvorstand beim Kreis Lippe.

So werden in der Modellregion Kreis Lippe anhand von Fallstudien die Gründe für die Überforderung und den Nachwuchsmangel im Ehrenamt sowie mögliche bestehende Ansätze zur Bewältigung dieser Herausforderungen identifiziert – dabei kommen den regionalen Partnern aus den Bereichen Mobilität, Brandschutz und Nahversorgung im Dorf im Projekt eine besondere Bedeutung zu. Sie schaffen den Zugang zu den haupt- und ehrenamtlich Tätigen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Handlungsleitfaden zusammengeführt. Dieser bietet insbesondere den Akteuren in Kommunalverwaltungen eine Hilfestellung, um Resilienz und Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts vor Ort zu verbessern. „So steigen die Chancen für die dauerhafte Umsetzung und bedarfsgerechte Entwicklung der Unterstützungsangebote“, ergänzt Karen Zereike, Kreis Lippe. „Wir wollen den erfolgreichen Bottom-Up Ansatz aus anderen Projekten fortführen“.

Im Rahmen der Fördermaßnahme „Kommune innovativ“ unterstützt das BMBF von 2021 bis 2024 den Kreis Lippe und seine Partner, die neuen Ansätze zu erproben.

Das Projekt wird im Innovationszentrum Dörentrup des Kreises Lippe umgesetzt. Hier werden sowohl soziale als auch technische Neuheiten in einem realen Umfeld entwickelt und in der Praxis erprobt. Der Kreis Lippe will so die Entwicklung des ländlichen Raums mit voller Kraft vorantreiben und dabei die Dörfer in Lippe stärken. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet unter .